Sepp Müller (MdB) im Gespräch: Wirtschaft, Politik und Perspektiven für Deutschland und Sachsen-Anhalt
Am 10. Dezember 2025 fand der letzte Clubabend des WIC im Jahr 2025 statt. In einer Diskussionsrunde stand Sepp Müller im Mittelpunkt der Gespräche. Im Fokus standen die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und die Frage, wie Reformen in Zeiten zunehmender politischer Spannungen umgesetzt werden können. Nach der Begrüßung durch unseren Präsidenten Mirko Kirschner hielt Sepp Müller eine Einleitung, in der er die folgenden 4. Kernthemen für die Regierungs- u. Koalitionsarbeit nannte:
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Energiepreise:
Bezüglich der Energieversorgung ging es um Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz. Diskutiert wurden die Kosten durch Netzentgelte, ein möglicher neuer Industriestrompreis sowie die Gasumlage. Umweltaspekte spielten eine Rolle, insbesondere aber auch eine mögliche Diskussion über längere Laufzeiten von Kohlekraftwerken über das Jahr 2035 hinaus und Absenken der Förderungen für Erneuerbare Energien wie Photovoltaik.
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Sozialsysteme:
Es wurde der Standpunkt vertreten, dass ein „Weiter so“ nicht ausreicht. Wichtige Themen waren das Rentenpaket 1 und weitere, die Pflege, die Gesundheitsversorgung sowie die steigenden Lohnnebenkosten. Er führte aus, dass die Politik über Fairness, Finanzierung und Zukunftsfähigkeit der Sozialsysteme diskutieren und notwendige Reformen anstoßen muss.
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Bürokratie
Es wurden mehrere Initiativen zur Entlastung der Wirtschaft vorgestellt. Ziel war es und wird es sein, weitere praktikable und umsetzbare Maßnahmen zu entwickeln, die schnell Wirkung zeigen.
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Demografie
Die Demografie beeinflusst sowohl die Sozialsysteme als auch den Arbeitsmarkt. Zugleich wurde auf die globale Dynamik hingewiesen, insbesondere wie Bevölkerungsentwicklungen in Asien und Amerika, die ganz Europa beeinflussen. Zusätzlich stehen die Unternehmen durch die bereits jetzt hohe Kostenbekastung des Faktors Arbeit (siehe Punkt 2) unter Druck.
In einem Schlusswort zum Thema „Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September 2026“ wurde eine Einordnung der aktuellen Lage gegeben und die Warnung ausgegeben, man solle sich nicht auf die Aussage verlassen: „So schlimm wird es nicht werden“.
Im Anschluss entwickelte sich eine Diskussion mit den Clubmitgliedern zu Themen wie Steuern, Mindestlohn, Bürokratie und Vergabegesetzen. Es ging auch um den Auftritt der CDU im Bereich Social Media. Mehrheitlich wurde gefordert, sich erneut für Leistungsorientierung in allen Bereichen der Gesellschaft und Wirtschaft einzusetzen und Reformen zügig anzugehen, da viele Unternehmer frustriert über die Geschwindigkeit dieser sind. Mirko Kirschner erklärte zum Abschluss, dass die Emotionalität der Diskussion der Unternehmerinnen und Unternehmer mit Sepp Müller die Sorge um die (heimische) Wirtschaft zum Ausdruck brachte.
Der Bundestagsabgeordnete Müller bekräftigte, dass Kanzler und Regierung dies auch so sehen und verstanden haben. Der Abend klang mit einem Dank an Sepp Müller sowie bei einem gemeinsamen Abendessen mit informellen Gesprächen aus.